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Amtsblatt

 

In der Verwaltungsvorschrift (abgedruckt im Amtsblatt 7/2015 auf den Seiten 217 bis 227) sind die neuen Ausführungen des Erlasses zur Ausgestaltung der Berufs  und Studienorientierung in Schulen (in Hessen) vom 08. Juni 2015 nachzulesen. Die wichtigsten Aussagen in Bezug auf die HHS nenne ich hier ohne weitere Zitatangaben.

§   1  Aufgaben und Ziele

(1)    Die Schulen haben die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler mit Eintritt in die Sekundarstufe I fächerübergreifend auf Berufswahl und Berufsausübung vorzubereiten. Sie sollen am Ende ihrer schulischen Laufbahn in der Lage sein, eine ihren Kompetenzen entsprechende fundierte Berufsentscheidung zu treffen und die dann an sie gestellten Anforderungen zu bewältigen.
Nur die die Schülerinnen und Schüler mit einem Anspruch auf sonderpädagogische Förderung im Förderschwerpunkt Kranke sind davon ausgenommen.

§   2  Kompetenzerwerb und Ausbildungsreife

Die Vermittlung fachlicher und überfachlicher Kompetenzen (diese sind in (2) genauer beschrieben) ist eine der Voraussetzungen für das Erreichen der Ausbildungsreife. Diese stellt die Grundlage für den erfolgreichen Übergang in Berufsausbildung dar. Die Kompetenzvermittlung muss deshalb den gesamten Unterricht aller Schulformen und Jahrgangsstufen prägen.

§   5  Fächerübergreifendes Curriculum zur Berufsorientierung

Allgemeinbildende Schulen haben ein fächerübergreifendes Curriculum zur Berufsorientierung, das im Schulprogramm verankert ist.
• Terminierung und Durchführung von Blockpraktika, betrieblichen Lerntagen, Betriebserkundungen, Besuchen von Ausbildungs- und Berufsmessen sowie ihre Einbindung in die Unterrichtsplanung.
• Beschreibung, wie Schülerinnen und Schüler auf die Erfahrungen mit der betrieblichen Praxis vorbereitet werden, in welcher Form sie ihre Praxiserfahrungen dokumentieren und im Unterricht präsentieren.
• Dokumentation des Berufsnorientierungsprozesses im Berufswahlpass

§   6  Zusammenarbeit allgemeinbildende mit beruflichen Schulen

Allgemeinbildende Schulen sollen mit beruflichen Schulen zusammenarbeiten. Die Zusammenarbeit erfolgt insbesondere durch die Teilnahme an Informations- und Schnuppertagen, Dienstbesprechungen der Lehrkräfte zum Kennenlernen der verschiedenen Bildungsangebote, gemeinsame Projekte und Fachunterricht an der beruflichen Schule sowie durch weitere geeignete Maßnahmen.

§   7  Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit

Zwischen dem Land Hessen und der Bundesagentur für Arbeit besteht eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen Schule und Berufsberatung. Ihr Zweck ist, dass alle Schülerinnen und Schüler die vielfältigen Möglichkeiten des Bildungssystems einschließlich der Chancen des dualen Ausbildungssystems kennenlernen und für sich bewerten können.

§   9  Zusammenarbeit allgemeinbildende Schulen mit Unternehmen, Betrieben

Allgemeinbildende Schulen sollen mindestens eine Kooperation mit einem Unternehmen oder einem Betrieb eingehen.

§ 10  Schülerportfolio

Der Berufswahlpass wird den Schülerinnen und Schülern zu Beginn der Jahrgangsstufe 7 als verpflichtendes Schülerportfolio vom Land Hessen zur Verfügung gestellt. Die mit der Berufsorientierung betrauten Lehrkräfte führen in die Arbeit mit dem Berufswahlpass ein. Im Berufswahlpass dokumentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Aktivitäten im Rahmen der Berufsorientierung. Bei Schulwechsel ist der Berufswahlpass der aufnehmenden Schule vorzulegen.

§ 11  Kompetenzfeststellung in den Bildungsgängen Haupt- und Realschule

Vor Beginn der schulischen Betriebspraktika sollen Schülerinnen und Schüler ihre Neigungen und vor allem ihre Fähigkeiten und Stärken entdecken. Zur gezielten Unterstützung der Berufsorientierung führen Schulen mit den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 7 Kompetenzfeststellungen durch. Hieraus ergibt sich der individuelle Förderbedarf, an den sich geeignete Maßnahmen zur Kompetenzentwicklung anschließen.

§ 12  Bewerbungstraining

Das Bewerbungstraining soll Schülerinnen und Schüler allgemeinbildender Schulen dazu befähigen, eigenständig Bewerbungsschreiben mit allen dazu erforderlichen Unterlagen zu erstellen, sich in Bewerbungsgesprächen überzeugend vorzustellen und dabei gestellte Fragen kompetent zu beantworten. Bis zum Beginn der Abgangsklasse soll jede Schülerin und jeder Schüler ein qualifiziertes Bewerbungstraining durchlaufen haben.

§ 13  Berufsbezogene Projektarbeit

An allgemeinbildenden Schulen mit den Bildungsgängen Haupt- und Realschule und an Förderschulen unterstützt berufsbezogene Projektarbeit den Erwerb fachlicher und überfachlicher Kompetenzen. Sie ist spätestens ab der Jahrgangsstufe 7 in der Regel mindestens einmal jährlich in Form von fächerübergreifenden Unterrichtsprojekten zu organisieren.

§ 14  Besuch von Ausbildungs- und Berufsmessen

Auf Ausbildung ausgerichtete Berufsmessen bieten Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern gute Möglichkeiten, sich über Ausbildungsberufe und Unternehmen oder Betriebe in der Region zu informieren. Besuche regionaler Messen gelten als schulische Veranstaltungen. Sie sind im Unterricht fächerübergreifend vor- und nachzubereiten. [Die HHS organisiert bereits seit Jahren jeweils im November eine Berufsinfobörse.]

§ 15  Mentoring

Um die Ausbildungsfähigkeit durch individuelle Begleitung zu verbessern, können die allgemeinbildenden Schulen Mentoren (aktive oder ehemalige Ausbilderinnen und Ausbilder, Führungskräfte oder entsprechend qualifizierte Personen von Arbeitnehmerorganisationen, Verbänden und Kammern) einsetzen. Ihr Einsatz erfolgt ehrenamtlich und in der Regel außerhalb der Unterrichtszeit.

§ 16  Schülerfirmen

Schülerfirmen sollen durch ihren direkten Bezug zur realen Arbeitswelt Eigeninitiative und Unternehmergeist der Schülerinnen und Schüler fördern. Dadurch erhalten diese grundlegende wirtschaftliche Kenntnisse. Kommunikations- und Teamfähigkeit werden ebenso gefördert wie Entscheidungskompetenz, Eigenverantwortung und die Idee der unternehmerischen Selbstständigkeit. [Schüler/innen der HHS betreiben seit Jahren die Schülerfirma APN.]

§ 17  Qualifizierung der Lehrkräfte

Externe und interne Weiterbildungen zur Qualifizierung der Lehrkräfte allgemeinbildender Schulen für die Vermittlung zielgerichteter Berufsorientierung werden im Fortbildungskonzept allgemeinbildender Schulen verankert.

§ 18  Organisation der Betriebspraktika

Durch Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen oder Betrieben soll den Schülerinnen und Schülern aller Schulformen die Möglichkeit gegeben werden, exemplarische Einsichten in das Arbeits-, Berufs- und Wirtschaftsleben zu erhalten. Eigene Anschauungen und Erfahrungen der betrieblichen Praxis, Gespräche mit Betriebsangehörigen und Erkundungen des betrieblichen Umfeldes vermitteln Schülerinnen und Schülern wichtige Erkenntnisse für ihre berufliche Orientierung. Dies erleichtert den Einsatz handlungsorientierter Arbeitsformen im Unterricht und fördert den Einstieg in die Berufsausbildung und -tätigkeit.

§ 20  Vor- und Nachbereitung der Betriebspraktika

Vor- und Nachbereitung des Betriebspraktikums erfolgen im Unterricht. Hierbei sollen sachkundige Personen der Unternehmen oder Betriebe, der Berufsberatung der Agentur für Arbeit einbezogen werden.
Über die Tätigkeiten im Betriebspraktikum sind durch die Schülerinnen und Schüler Berichte anzufertigen und den Schulen vorzulegen. Die Berichte enthalten neben der Vorstellung des Praktikumsbetriebes die Beschreibung der Tätigkeiten während des Betriebspraktikums, die ausführlichen Beschreibungen einer typischen Tätigkeit sowie eines entsprechenden Berufsbildes.

§ 21  Durchführung der Betriebspraktika

Betriebspraktika sind während der Unterrichtszeit durchzuführen. Schülerinnen und Schüler unterliegen für die Dauer des Betriebspraktikums dem Weisungsrecht des Betriebspersonals.

§ 22  Einzelpraktika

Maßnahmen der Berufsorientierung können durch Einzelpraktika verstärkt werden, wenn davon auszugehen ist, dass für einzelne Schülerinnen oder Schüler durch ein weiteres Praktikum die Berufswahlentscheidung unterstützt wird. Eine ausreichende Betreuung durch eine Lehrkraft muss gewährleistet sein. Ein Anspruch auf eine Entlastung dieser Lehrkraft von ihrer Unterrichtsverpflichtung besteht nicht!

§ 24  Betriebserkundungen

Betriebserkundungen sind schulische Veranstaltungen, die in Absprache mit dem Betrieb geplant, organisiert und durchgeführt werden. Ziele, Erkundungsaufträge und methodische Vorgehensweisen sind im Rahmen schulischer Vorbereitung zu formulieren und mit dem Betrieb abzustimmen.
[Die HHS organisiert bereits seit Jahren Betriebserkundungen beim HIT und bei der Schreiner Kramwinkel und der auf Automatisierungssysteme spezialisierten Firma SAMSON.]

§ 26  Versicherungs- und Unfallschutz

Schülerinnen und Schüler, die an einem Betriebspraktikum, einer Betriebserkundung oder einem Projekt im Sinne dieses Erlasses teilnehmen, sind gesetzlich unfallversichert.

§ 27  Datenschutz

Schülerinnen und Schüler sind zu Beginn des Betriebspraktikums über die an ihrem Arbeitsplatz zu bearbeitenden Daten zu belehren. Sie werden mit einer schriftlichen Erklärung zur ausdrücklichen Verschwiegenheit verpflichtet.

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